Leitfaden9 min LesezeitVeröffentlicht am 2026-07-08

Wie man Agenten auf SAP Joule baut: praktischer Leitfaden

Praktischer Leitfaden zum Bau eigener Agenten auf SAP Joule Studio: Low-Code- und Pro-Code-Ansätze, unterstützte Frameworks, MCP und Governance in der Produktion.

Kurz gesagt

SAP Joule Studio ist die Umgebung zum Bau eigener Agenten auf der SAP Business AI Platform, mit zwei Wegen: Low-Code (visuelle Konfiguration, automatische Registrierung bei Joule) und Pro-Code (SAP Cloud SDK for AI, mit Frameworks wie LangChain, LlamaIndex, LangGraph, CrewAI, integriert über A2A). Native MCP-Unterstützung lässt Agenten standardisiert mit externen Systemen interagieren. Governance — Identität, Zugriffskontrollen, Tests vor der Produktion, kontinuierliche Bewertung — ist Teil der Plattform, kein nachträglicher Zusatz.

Joule Studio: die einheitliche Umgebung zum Bau von Agenten

SAP Joule Studio ist die AI-first-Entwicklungsumgebung zum Bau eigener Agenten, Apps und Workflows auf der SAP Business AI Platform. Es ist eine einzige verwaltete Umgebung, die Agent Building, Entwicklung mit dem SAP Cloud Application Programming Model, Workflows und verwaltete Runtime kombiniert — statt separate Werkzeuge zusammensetzen zu müssen.

Ein Detail, das für alle zählt, die die Plattform bewerten: Joule Studio nutzt den bereits in SAP vorhandenen technischen und geschäftlichen Kontext, um Lösungen zu generieren, die mit bestehenden Prozessen, Anwendungen und Architektur kompatibel sind. Sie starten nicht bei null: Sie starten von dem, was Ihr Unternehmen bereits in SAP konfiguriert hat.

Zwei Wege: Low-Code und Pro-Code

SAP unterstützt zwei Ansätze zum Bau eigener Agenten, und die Wahl hängt vom Team und der Komplexität des Anwendungsfalls ab.

Der Low-Code-Weg führt über Joule Studio mit visueller Konfiguration: Man baut den Agenten über eine grafische Oberfläche, und die Registrierung bei Joule erfolgt automatisch. Das ist der richtige Weg für weniger technische Teams oder Standard-Anwendungsfälle.

Der Pro-Code-Weg nutzt das SAP Cloud SDK for AI, mit Unterstützung für agentische Entwicklungs-Frameworks wie LangChain, LlamaIndex, LangGraph, AG2, CrewAI und Smolagents, integriert über das A2A-Protokoll. Das ist der Weg für Entwicklungsteams, die volle Kontrolle über die Logik des Agenten wollen, während die Interoperabilität mit dem Joule-Ökosystem erhalten bleibt.

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MCP: die Brücke zu externen Systemen

Eine zentrale Verbesserung in Joule Studio ist die native Unterstützung des Model Context Protocol (MCP), des offenen Protokolls, das standardisiert, wie ein Agent mit externen Werkzeugen und Systemen interagiert.

Für alle, die Agenten bauen, die nicht nur innerhalb von SAP, sondern auch mit Drittsystemen arbeiten müssen — ein CRM, ein Tool für digitale Signaturen, ein Datenverifizierungsdienst — ist MCP das, was es vermeidet, für jedes System eine eigene Integration zu schreiben. Es ist dasselbe Prinzip, das unsere Art leitet, Claude in Unternehmenssysteme zu integrieren: ein Standardprotokoll statt fragiler Punkt-zu-Punkt-Integrationen.

Governance ist eingebaut, nicht optional

Joule Studio steuert Identität, Runtime und Performance der Agenten mit Kontrollen, die für sicheres Skalieren gedacht sind. In der Praxis: Identitäts- und Zugriffskontrollen über SAP Cloud Identity Services, Tests und Validierung vor dem Start, und kontinuierliche Bewertung der Agenten-Performance einmal in Produktion.

Das ist es, was ein Pilotprojekt von einem produktionsreifen Projekt unterscheidet. Ein Agent, der in einer Demo funktioniert, und einer, der in der Produktion mit echten Geschäftsdaten standhält, sind zwei verschiedene Dinge — der Unterschied liegt fast immer in der Governance, nicht im dahinterliegenden Modell.

Wo ein echtes Projekt beginnt

Unserer Erfahrung nach beginnt ein Joule-Agenten-Projekt nicht mit der Wahl zwischen Low-Code und Pro-Code: Es beginnt mit einem spezifischen, wirkungsstarken Geschäftsprozess, bei dem ein Agent wirklich den Unterschied machen kann. Erst danach wählt man den richtigen technischen Ansatz — oft Low-Code, um schnell zu validieren, Pro-Code, wenn der Anwendungsfall ausgefeiltere Logik oder maßgeschneiderte MCP-Integrationen erfordert.

Das ist die Methode, die wir gemeinsam mit PA ABS anwenden, unserem SAP Gold Partner: Sie bringen die S/4HANA-Tiefe und SAP-Architektur ein, wir die Expertise in Claude, MCP und Agentendesign. Wenn Sie wissen wollen, wie man ein erstes Projekt aufsetzt, sprechen wir darüber.

FT
Federico Thiella·Founder, Maverick AI

Begleitet europäische Unternehmen bei der Einführung von Claude und dem Anthropic-Ökosystem. Hat KI-Implementierungen in Private Equity, Beratung, Fertigung und Professional Services geleitet.

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Häufige Fragen: Agenten auf SAP Joule bauen

Es ist SAPs AI-first-Entwicklungsumgebung zum Bau eigener Agenten, Apps und Workflows auf der SAP Business AI Platform, mit Unterstützung für Low-Code und Pro-Code in einer einzigen verwalteten Umgebung.
Das hängt vom Anwendungsfall ab. Low-Code, mit visueller Konfiguration und automatischer Registrierung bei Joule, eignet sich für weniger technische Teams und Standardfälle. Pro-Code, mit SAP Cloud SDK for AI und Frameworks wie LangChain oder CrewAI über A2A, ist nötig, wenn der Agent ausgefeiltere eigene Logik braucht.
MCP wird nativ in Joule Studio unterstützt und standardisiert, wie ein Agent mit Systemen außerhalb von SAP interagiert — nützlich, wenn der Agent auch mit CRMs, Drittanbieter-Tools oder externen Diensten arbeiten muss, wodurch fragile eigene Integrationen vermieden werden.
Über Identitäts- und Zugriffskontrollen via SAP Cloud Identity Services, Tests und Validierung vor der Freigabe, und kontinuierliche Bewertung der Agenten-Performance, sobald er live ist. Governance ist Teil der Plattform, keine nachträglich hinzugefügte Schicht.
Bei einem spezifischen, wirkungsstarken Geschäftsprozess, nicht bei der technischen Low-Code/Pro-Code-Entscheidung. Man identifiziert den Anwendungsfall, validiert ihn schnell, und wählt erst danach den passendsten Entwicklungsansatz.

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